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Landesgartenschau Bad Dürrenberg

Verantwortlicher Autor: Klaus Hantel Bad Dürrenberg, 14.08.2024, 17:59 Uhr
Presse-Ressort von: Klaus Hantel Bericht 10703x gelesen
Das längste zusammenhängende und in Betrieb befindliche Gradierwerk
Das längste zusammenhängende und in Betrieb befindliche Gradierwerk   Bild: Landesgartenschau 2023 gGmbH

Bad Dürrenberg [ENA] In Bad Dürrenberg vereinen sich Jahrtausende alte Geschichte, das Salz und seine Auswirkungen auf die ganze Region, sowie die Schönheit der Natur. Der Name Dürrenberg stammt vom ehemals an der Saale gelegenen Rittergutes „uff dem dürren Berge“. Die Geschichte begann vor 9000 Jahren.

1934 wurde ein Grab mit den Überresten einer mit außergewöhnlich reichen Beigaben bestattet Frau entdeckt. Mit ihr wurde ein Säugling begraben. Mittlerweile hat diese Frau weltweite Aufmerksamkeit als „Die Schamanin von Bad Dürrenberg“ erlangt. Im südlichen Kurpark befindet sich der sogenannte „Hunnenstein“. Er erinnert an die Schlacht von Riade im März 933, die zwischen einem Heer unter Befehl König Heinrich I. und einem Heer von Magyaren (Ungarn) stattfand.

Seit 2017 ist der Kurpark Teil des Netzwerks „Gartenträume – Historische Parks in Sachsen-Anhalt“ und zählt zu den schönsten historischen Parkanlagen Sachsen-Anhalts. Jährlich kommen zehntausende Menschen zu Besuch und genießen die heilende Wirkung der Sole aus der Salzgewinnung des Gradierwerks. Die Anlage gilt heute als das längste zusammenhängende und in Betrieb befindliche Gradierwerk Europas. Der Kurpark und das Gradierwerk gehören zum Netzwerk der Europäischen Route der Industriekultur. Mit dem alljährlichen Brunnenfest wird am letzten Juni-Wochenende traditionell an den Ursprung der Salzgewinnung erinnert.

Bad Dürrenberg ist ein Ort der frühen Industrialisierung. Die erste Dampfmaschine Sachsens kam hier zum Einsatz. Hier wurde auch die erste chemisch-pharmazeutische Fabrik Sachsens errichtet und noch heute kann auf dem Salinengelände der älteste Eisenbahntunnel Deutschlands besichtigt werden. Die Stadtentwicklung ist auf das Engste mit der Saline Dürrenberg und dem Chemiestandort Leuna verflochten.

Für Architekturinteressierte lohnt sich eine Besichtigung der Laubenganghäuser und des Marktplatzes. Die beiden Standorte wurden als Mustersiedlungen im Stil der klassischen Moderne in den 1920er-Jahren durch Vertreter des Bauhauses errichtet. Sie sind heute Teil des landesweiten Netzwerks „Das Bauhaus Dessau und die Orte der Moderne in Sachsen-Anhalt“, ebenso wie die "modernste Kirche Deutschlands, wenn nicht der ganzen Welt" St. Bonifatius.

Neben den historischen, industriellen und städtebaulichen Sehenswürdigkeiten bietet das an der Saale gelegene Bad Dürrenberg auch die Möglichkeit, vielfältigen Freizeitaktivitäten nachzugehen. Die Stadt gehört zur sachsen-anhaltischen Tourismusroute „Blaues Band“. Entlang des 403 Kilometer langen Saaleradweges machen Sie zwischen Naumburg und Halle (Saale) einen Zwischenstopp in Bad Dürrenberg: Die Radstation liegt zwischen Altem Salzamt (dem heutigen Standesamt), dem Borlachturm und dem modernen Wasserkraftwerk unterhalb des Kurparks. Weitere Informationen und Angebote finden Sie unter: www.badduerrenberg.de

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